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AGB

1. Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge zwischen

**Dilara Marseille, handelnd unter **Hundephysio Marseille
Engelbosteler Damm 16, 30167 Hannover
Telefon: 0152 07525284
E-Mail: info@tierphysio-nordstadt.de

– nachfolgend „Therapeutin“ genannt –

und ihren Kunden über physiotherapeutische und osteopathische Leistungen für Hunde und Katzen.

  1. Kunden im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind Verbraucher gemäß § 13 BGB, die die Leistungen überwiegend zu privaten Zwecken in Anspruch nehmen.

  2. Abweichende Vereinbarungen gelten nur, wenn sie ausdrücklich in Textform vereinbart wurden.

2. Gegenstand der Leistungen

  1. Die Therapeutin bietet insbesondere folgende Leistungen an:

  • physiotherapeutische Befundaufnahme bei Hunden und Katzen,

  • physiotherapeutische und osteopathische Erstbehandlungen,

  • Folgebehandlungen,

  • Beratung der Tierhalter,

  • Erstellung individueller Therapie- und Übungspläne,

  • Hausbesuche sowie

  • weitere auf der Website oder im persönlichen Angebot beschriebene Leistungen.

  1. Art, Umfang und Dauer der Behandlung richten sich nach dem Zustand des Tieres, den erhobenen Befunden, vorhandenen tierärztlichen Unterlagen und der jeweils vereinbarten Leistung.

  2. Der Behandlungsvertrag ist ein Dienstvertrag. Die Therapeutin schuldet eine fachgerechte Behandlung nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch keinen bestimmten Heilungs-, Linderungs- oder Behandlungserfolg.

  3. Die Leistungen der Therapeutin ersetzen keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei unklaren, akuten, schwerwiegenden oder sich verschlechternden Beschwerden kann die Therapeutin die Behandlung ablehnen oder unterbrechen und eine tierärztliche Abklärung verlangen.

  4. Die Therapeutin nimmt keine Operationen oder sonstigen tierärztlich vorbehaltenen Eingriffe vor und verschreibt oder verabreicht keine verschreibungspflichtigen Medikamente.

3. Vertragsschluss und Terminbuchung

  1. Termine können insbesondere telefonisch, per E-Mail, über ein Kontaktformular oder über ein Online-Buchungssystem angefragt oder gebucht werden.

  2. Die Darstellung von Leistungen und freien Terminen auf der Website stellt noch kein rechtlich bindendes Angebot dar.

  3. Ein Vertrag kommt zustande, sobald die Therapeutin den Termin ausdrücklich bestätigt oder die Buchung durch das eingesetzte Online-Buchungssystem bestätigt wird.

  4. Der Kunde ist verpflichtet, bei der Buchung vollständige und zutreffende Angaben zu seiner Person, zum Tier und zu den bekannten Beschwerden zu machen.

  5. Bei Buchungen über ein externes Buchungssystem können ergänzend die technischen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters gelten. Diese lassen das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und der Therapeutin unberührt.

4. Mitwirkungspflichten des Kunden

  1. Der Kunde ist verpflichtet, der Therapeutin alle für die Behandlung erheblichen Informationen vollständig und wahrheitsgemäß mitzuteilen. Dies betrifft insbesondere:

  • bekannte Erkrankungen und Vorerkrankungen,

  • tierärztliche Diagnosen und Befunde,

  • Operationen und Verletzungen,

  • bestehende Medikation,

  • Allergien und Unverträglichkeiten,

  • Trächtigkeit,

  • ansteckende Erkrankungen oder Parasitenbefall,

  • auffälliges, ängstliches oder aggressives Verhalten sowie

  • sonstige Umstände, die für eine sichere Behandlung von Bedeutung sein können.

  1. Vorhandene tierärztliche Befunde, Röntgenbilder, Operationsberichte oder sonstige relevante Unterlagen sollen spätestens zum Behandlungstermin bereitgestellt werden.

  2. Der Kunde bestätigt, dass er Halter des Tieres ist oder vom Tierhalter zur Beauftragung und Durchführung der Behandlung bevollmächtigt wurde.

  3. Der Kunde hat während der Behandlung grundsätzlich anwesend zu sein oder eine geeignete, volljährige und entscheidungsbefugte Person mit der Betreuung des Tieres zu beauftragen.

  4. Der Kunde hat das Tier so zu sichern, dass eine gefahrlose Untersuchung und Behandlung möglich ist. Hunde sind bei Bedarf anzuleinen. Bei bekannten Verhaltensproblemen sind geeignete Sicherungsmaßnahmen, beispielsweise ein passender Maulkorb, bereitzuhalten.

  5. Übungen und Empfehlungen für die Zeit zwischen den Behandlungen sind entsprechend der Anleitung der Therapeutin durchzuführen. Bei Unsicherheiten oder einer Verschlechterung des Zustands ist die Übung abzubrechen und Rücksprache mit der Therapeutin oder einem Tierarzt zu halten.

5. Ablehnung und Abbruch einer Behandlung

  1. Die Therapeutin kann eine Behandlung ablehnen, verschieben oder abbrechen, wenn:

  • die Behandlung aus fachlicher Sicht nicht vertretbar ist,

  • eine vorherige tierärztliche Untersuchung erforderlich erscheint,

  • der Gesundheitszustand des Tieres eine Behandlung nicht zulässt,

  • eine ansteckende Erkrankung oder ein Parasitenbefall besteht,

  • das Tier oder anwesende Personen eine erhebliche Gefahr darstellen,

  • erforderliche Sicherungsmaßnahmen fehlen,

  • der Kunde notwendige Informationen nicht mitteilt oder

  • das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört ist.

  1. Muss eine Behandlung wegen eines vom Kunden oder vom Tier verursachten und vorhersehbaren Umstands abgebrochen werden, bleibt der Vergütungsanspruch für die bereits erbrachte Leistung bestehen.

  2. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

6. Hausbesuche

  1. Hausbesuche erfolgen an der bei der Buchung angegebenen Anschrift.

  2. Der Kunde hat sicherzustellen, dass die Räumlichkeiten zum vereinbarten Termin zugänglich, ausreichend beleuchtet, sauber und für eine sichere Behandlung geeignet sind.

  3. Der Kunde hat andere Tiere, Personen oder sonstige Störquellen erforderlichenfalls vom Behandlungsbereich fernzuhalten.

  4. Für Hausbesuche können Anfahrtskosten oder Fahrtkostenpauschalen berechnet werden. Deren Höhe ergibt sich aus der jeweils gültigen Preisliste oder der individuellen Terminbestätigung.

  5. Zusätzliche Kosten, etwa für kostenpflichtige Parkplätze, können dem Kunden berechnet werden, sofern hierauf vorab hingewiesen wurde oder die Kosten bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar waren.

  6. Ist der Zugang zur vereinbarten Anschrift aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund nicht möglich, kann dies wie ein nicht rechtzeitig abgesagter Termin behandelt werden.

7. Preise und Zahlungsbedingungen

  1. Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten beziehungsweise auf der Website oder in der Preisliste veröffentlichten Preise.

  2. Alle Preise verstehen sich als Endpreise. Soweit aufgrund der steuerlichen Verhältnisse keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird, erfolgt ein entsprechender Hinweis auf der Rechnung.

  3. Fahrtkosten, Materialkosten oder sonstige Zusatzkosten werden gesondert ausgewiesen, sofern sie nicht bereits im vereinbarten Preis enthalten sind.

  4. Die Vergütung ist nach der Behandlung fällig. Bei Barzahlung ist sie unmittelbar zu entrichten. Bei Zahlung per Überweisung ist der Rechnungsbetrag innerhalb von sieben Tagen nach Zugang der Rechnung ohne Abzug zu zahlen.

  5. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften. Die Geltendmachung angemessener Mahnkosten und weiterer Verzugsschäden bleibt vorbehalten.

  6. Eine Erstattung durch eine Tierkrankenversicherung oder Tierhalterversicherung ist nicht geschuldet. Der Kunde hat selbst zu prüfen, ob und in welchem Umfang seine Versicherung die Kosten übernimmt. Die Zahlungspflicht gegenüber der Therapeutin besteht unabhängig von einer Versicherungsleistung.

8. Terminabsagen und Terminversäumnisse

  1. Vereinbarte Termine sind verbindlich.

  2. Der Kunde kann einen Termin bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei absagen oder verschieben. Maßgeblich ist der rechtzeitige Zugang der Absage bei der Therapeutin.

  3. Bei einer Absage weniger als 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin oder bei Nichterscheinen kann die Therapeutin die vereinbarte Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen Vergütung verlangen, sofern der Termin nicht anderweitig vergeben werden konnte.

  4. Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

  5. Eine Ausfallentschädigung wird nicht erhoben, wenn der Kunde nachweist, dass die kurzfristige Absage aufgrund eines unvorhersehbaren und von ihm nicht zu vertretenden Umstands erforderlich war. Hierzu können insbesondere ein medizinischer Notfall des Tieres oder eine plötzlich auftretende ansteckende Erkrankung gehören.

  6. Bei verspätetem Erscheinen kann sich die Behandlungszeit entsprechend verkürzen, sofern nachfolgende Termine andernfalls beeinträchtigt würden. Der vereinbarte Preis bleibt grundsätzlich geschuldet.

  7. Muss die Therapeutin einen Termin absagen, wird ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende Ansprüche bestehen nur nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften.

9. Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen

  1. Wird ein Behandlungsvertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel, beispielsweise über das Internet, per E-Mail oder telefonisch, oder außerhalb der Geschäftsräume der Therapeutin geschlossen, kann dem Kunden ein gesetzliches Widerrufsrecht zustehen.

  2. Über das Bestehen, die Bedingungen, die Fristen und die Ausübung des Widerrufsrechts wird der Kunde in einer gesonderten Widerrufsbelehrung informiert.

  3. Soll die Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden bereits vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist beginnen, wird die Therapeutin eine entsprechende ausdrückliche Erklärung des Kunden einholen.

  4. Bei vollständiger Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist kann das Widerrufsrecht unter den gesetzlichen Voraussetzungen erlöschen, wenn der Kunde dem vorzeitigen Beginn ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom möglichen Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt hat.

  5. Widerruft der Kunde den Vertrag, nachdem die Behandlung auf seinen ausdrücklichen Wunsch bereits begonnen hat, kann für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen ein gesetzlich zulässiger Wertersatz zu zahlen sein.

10. Behandlungserfolg und Reaktionen des Tieres

  1. Trotz fachgerechter Behandlung kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Tier vorübergehend mit Müdigkeit, Muskelkater, gesteigerter Schmerzempfindlichkeit, Unruhe oder anderen körperlichen Reaktionen auf die Behandlung reagiert.

  2. Der Kunde ist verpflichtet, das Tier nach der Behandlung angemessen zu beobachten und die mitgeteilten Verhaltens- und Belastungsempfehlungen zu beachten.

  3. Bei starken, ungewöhnlichen oder anhaltenden Beschwerden ist unverzüglich ein Tierarzt zu kontaktieren. Die Therapeutin ist ebenfalls über entsprechende Reaktionen zu informieren.

  4. Eine kurzfristige oder dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustands begründet nicht automatisch einen Behandlungsfehler oder einen Schadensersatzanspruch.

11. Haftung

  1. Die Therapeutin haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.

  2. Die Therapeutin haftet ebenfalls unbeschränkt bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie in sonstigen Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.

  3. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren und vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

  4. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.

  5. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen der Therapeutin.

  6. Die Therapeutin haftet nicht für Schäden oder Beeinträchtigungen, die insbesondere darauf beruhen, dass der Kunde:

  • erhebliche Informationen verschwiegen oder unzutreffend angegeben hat,

  • tierärztliche Vorgaben nicht beachtet hat,

  • Übungen oder Behandlungsempfehlungen fehlerhaft oder eigenmächtig verändert durchgeführt hat,

  • erforderliche tierärztliche Untersuchungen oder Behandlungen unterlassen hat oder

  • das Tier nicht ausreichend gesichert oder beaufsichtigt hat.

  1. Die Haftung nach den Absätzen 1 bis 3 bleibt hiervon unberührt.

  2. Der Kunde haftet nach den gesetzlichen Vorschriften für Schäden, die durch ihn, seine Begleitpersonen oder sein Tier verursacht werden. Dies gilt insbesondere für Personen-, Sach- und Vermögensschäden an der Therapeutin, ihren Mitarbeitern, ihrer Ausrüstung oder den Räumlichkeiten Dritter.

12. Unterlagen, Therapiepläne und Urheberrecht

  1. Individuell erstellte Therapiepläne, Übungsanleitungen, Texte, Fotografien, Grafiken und sonstige Unterlagen sind ausschließlich für den persönlichen Gebrauch des Kunden und die Behandlung des jeweiligen Tieres bestimmt.

  2. Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung, Weitergabe an Dritte oder gewerbliche Nutzung ist ohne vorherige Zustimmung der Therapeutin nicht gestattet, soweit keine gesetzliche Erlaubnis besteht.

  3. Die Weitergabe an behandelnde Tierärzte oder andere an der Behandlung des Tieres beteiligte Fachpersonen ist für Behandlungszwecke zulässig.

13. Kommunikation und Datenschutz

  1. Personenbezogene Daten werden ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen verarbeitet.

  2. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung enthält die gesonderte Datenschutzerklärung der Therapeutin.

  3. Die Kommunikation per unverschlüsselter E-Mail oder über übliche Messenger-Dienste kann Sicherheitsrisiken aufweisen. Vertrauliche oder besonders sensible Informationen sollen nur über hierfür geeignete Kommunikationswege übermittelt werden.

  4. Fotos oder Videoaufnahmen des Tieres werden nur mit vorheriger Einwilligung des Kunden zu Werbe-, Informations- oder Veröffentlichungszwecken verwendet. Eine erteilte Einwilligung kann grundsätzlich mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

14. Streitbeilegung

Die Therapeutin ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Sofern eine gesetzliche Verpflichtung zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren besteht, bleiben die entsprechenden gesetzlichen Regelungen unberührt.

15. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Kunde seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

  2. Ist der Kunde Verbraucher, gelten für den Gerichtsstand die gesetzlichen Bestimmungen.

  3. Individuelle Vereinbarungen zwischen der Therapeutin und dem Kunden haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

  4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Regelung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: Juli 2026

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